Wie man Faschingsprinz wird

Der Faschingsprinz ist nicht etwa, wie der Name es suggeriert, der Sohn des Faschingskönigs. Vielmehr ist er das Oberhaupt der Faschingszeit innerhalb seiner Amtsperiode. Wie wird man aber Faschingsprinz?

In der Regel werden die Prinzen von den Faschingsvereinen ernannt. Man kann sich dort bewerben. Wichtig ist zu wissen, dass man heute erwartet, dass ein Faschingsprinz einen Teil seiner Auslagen selbst bezahlt, und die können durchaus hoch sein. Man sollte also etwas Geld auf der hohen Kante haben, wenn man das Amt innehaben will. In Düsseldorf können das schon mal bis zu 75.000 Euro sein, vor allem wenn man keine Sponsoren findet. Zu den Auslagen gehören Kostüme, man muss die Garde einladen und unter Umständen viel reisen.

In manchen Gegenden gibt es nur den Prinz, andere haben ein Prinzenpaar und wieder andere ein Dreigestirn. Der Prinz ist dennoch das höchste Paar und kann sich meistens seine Partner auch aussuchen. Je nach Verein entscheidet ein besonderes Gremium darüber, wer Karnevalsprinz wird, oder der Elferrat oder der Vereinsvorstand.

Die Amtszeiten sind unterschiedlich, in der Regel aber über die Karnevalszeit. Da der Beginn der fünften Jahreszeit am 11.11. ist, sollte bis dahin der neue Prinz feststehen. Er repräsentiert den Karnevalsverein nach außen, nimmt an Umzügen und Empfängen statt, hält Reden und nimmt auch an öffentlichen Veranstaltungen des gesellschaftlichen und politischen Lebens teil. Als Karnevalsprinz ist man hoch angesehen und während der Amtszeit eine Person des öffentlichen Leben. Die offizielle Anrede ist übrigens “Ihre Tollität”, sie wird aber nicht überall gebraucht. Eine der wichtigsten Aufgaben ist die Verleihung des Karnevalsordens. Bis zu 2000 Stück gehen da pro Saison schon mal weg, und die alleine können bis zu 20.000 Euro kosten. Und natürlich muss beim Karnevalsumzug der Prinzenwagen der prächtigste von allen sein, deshalb werden dabei auch keine Kosten und Mühen gescheut. Auch hier beteiligt sich der Prinz oft an den Kosten.

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